Fürsprecher und Initiatoren für die ökologische Pflanzenzüchtung möchten die Mitglieder (
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Saat:gut e. V. sein, dessen Gründung am 21.09.2010 in Silberstedt feierlich begangen wurde.
„Der Schritt vom Nein ins Ja“, vom Widerstand gegen die Gentechnik, ins konstruktive Mitarbeiten an guten Wegen moderner Züchtung, sei mit der Gründung des Vereins vollzogen, so Gründungsmitglied Inde Sattler. Weiterer Schwerpunkt ist es, „Menschen zu finden, die unser Anliegen teilen und bereit sind, Geld zu spenden“ sagt die Vorsitzende, Barbara Maria Rudolf. Die Entwicklung der Methoden in der Pflanzenzüchtung sei in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten zunehmend in Richtung Labortechnik gegangen. „Hier wollen wir eine Gegenbewegung initiieren, die im Einklang mit den natürlichen Prozessen
ökologische Pflanzenzüchtung betreibt.“ führt die Vorsitzende aus.
Die Firma
Grell Naturkost GmbH und Co KG aus Kaltenkirchen setzt ein besonderes
Sponsoring Konzept um. Je 0,50 € pro Kiste Blumenkohl, Brokkoli und Mohrrüben werden zusätzlich erhoben und an das Projekt gespendet. So fließt nicht nur Geld in die Züchtungsarbeit, sondern auch Information an die Kunden. Ein Flyer der über die Arbeit informiert erleichtert dem Ladner die Ansprache seiner Kunden.

Der Verein darf sich auch über das zweite neue Mitglied freuen: die
Bingenheimer Saatgut AG. Sie soll die zukünftigen Sorten des gemeinnützigen Vereins vermehren und in Verkehr bringen. „Die Bingenheimer unterstützten uns von Anfang an in unseren Züchtungsbemühungen. Die gute Zusammenarbeit wird sich durch diesen Schritt der AG noch vertiefen.“ freut sich Heinz-Peter Christiansen , Vorstandsmitglied des Vereins Saat:gut und Projektleiter auf Christiansens Biolandhof.
(Bild: Gebhard Rossmanith überreicht die Anmeldung für die Bingenheimer Saatgut AG)
Nicht nur die praktische Züchtungsarbeit liegt den Vereinsmitgliedern am Herzen, auch
Aufklärung und Information zum Thema soll geleistet werden. Es gibt Versäumnisse in der ökologischen Pflanzenzüchtung. Dieses zu erkennen, zu benennen und gemeinsam zu beheben, erfordert das Mitwirken aller, denen der Biomarkt und die Ökolandbaubewegung ein Anliegen ist. Hier möchte der Verein Saat:gut Ansprechpartner sein und integrierend wirken, damit diese Impulse genutzt werden können, um uns alle in der Sache voran zu bringen.