
In den Küchen dänischer Schulen und Kindergärten, Krankenhäuser und Pflegeheimen sollen in Zukunft 60 % der Lebensmittel bei der Zubereitung der Mahlzeiten aus ökologischer Produktion kommen. Dieses Ziel ist im Haushaltsgesetz der neuen Koalitionsregierung in
Dänemark festgeschrieben, das im kommenden Jahr in Kraft tritt. Rund eine halbe Million Essen werden täglich in öffentlichen Einrichtungen, zu denen auch Kantinen in Rathäusern und Behörden gehören, zubereitet.
Der Dachverband für ökologische Lebensmittel in Dänemark,
Organic Denmark, sieht darin einen Vertrauensbeweis hinsichtlich Qualität und Leistungsfähigkeit der dänischen Bio-Bauern. Die Umstellung der öffentlichen Küchen auf Bio-Lebensmittel werde eine deutliche
Steigerung bei der Umstellung von Landwirtschaftsflächen von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft haben. Derzeit werden 7 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Dänemark ökologisch bewirtschaftet. Im dänischen Einzelhandel verzeichnet Organic Denmark seit Jahren Zuwachsraten im Umsatz. Für 2011 wird mit einer Steigerung von 6 bis 10 %, inklusive Gastronomie, Lieferdienste und Hofläden gerechnet.
Die neuen Regelungen stellen auch die Küchen der öffentlichen Einrichtungen vor neue Anforderungen mit Blick auf Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel. Das Haushaltsgesetz sieht deshalb eine
finanzielle Unterstützung für die Umstellung der Küchen vor. Bereits jetzt legen viele Kommunen großen Wert auf Bio-Lebensmittel in den öffentlichen Küchen. In den Kopenhagener Kindergärten zum Beispiel werden für die Mahlzeiten mindestens 75 % ökologische Lebensmittel verarbeitet.
Auf der
BioFach in Nürnberg vom 15. bis 18. Februar 2012 präsentieren sich rund 20 dänische Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand von
Organic Denmark.