BÖLW fordert Konsequenz in der Agrarpolitik
Quelle: BÖLW-Pressemeldung
„Es geht nicht darum, die jetzige Verteilung der Fördermittel zu erhalten, sondern dass gesellschaftliche Ziele zur Maßgabe der Politik werden“, kritisierte Thomas Dosch, Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die defensive Haltung der Bundesregierung zur Gestaltung der Agrarpolitik ab 2014. Dosch machte deutlich, dass die Agrarzahlungen künftig an das Erbringen gesellschaftlicher Leistungen wie Umwelt- und Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität oder die Bereitstellung von Arbeitsplätzen gebunden werden müssen.
Michael Goldmann, Vorsitzender des Bundestagausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, stimmte zu, dass „die neuen Herausforderungen wie Klima-, Gewässer- und Umweltschutz in der Neuausrichtung der Agrarpolitik berücksichtigt werden müssen“ und stellte in Aussicht, dass die Abgeordneten dazu Konzepte erarbeiten werden. Götz Rehn, Vorstand des BÖLW, forderte dazu auf, dem Öko-Landbau dabei besonderes Augenmerk zu schenken. Alice Fridum, Vorstand der Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller, forderte eine entsprechende Umkehr der Politik.
„Während im Koalitionsvertrag steht, dass die Forschung zum Öko-Landbau befördert werden soll, plant die Koalitionsfraktion jetzt Einschnitte in das Bundesprogramm Ökologischer Landbau“, kritisierte Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW, eine ganz aktuelle Entwicklung. Michael Goldmann sowie Wolfgang Reimer, Vertreter des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sagten zu, sich dafür einzusetzen, dass dieser Beschluss rückgängig gemacht wird.
21.02.2010