Herbstspecial 2014

BÖLW: Bundesländer sollen Öko-Bremse lösen

Quelle: BÖLW-Pressemitteilung

 

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hat erstmals die Rahmenbedingungen für den Ökologischen Landbau in den Bundesländern einer umfassenden Bewertung unterzogen. „Das Öko-Ranking zeigt deutlich, dass nicht nur beim Bund sondern auch bei etlichen Bundesländern der politische Wille fehlt, die Chancen, die der wachsende Bio-Markt bietet, für die deutschen Landwirte nutzbar zu machen,“ so BÖLW-Vorstandsvorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein. Eine unspezifische und wenig effiziente Förderpolitik sei die Folge.

„Wir kritisieren deshalb, dass sich die Bundesregierung in den laufenden Verhandlungen zur Reform der europäischen Agrarpolitik nicht dafür einsetzt, die Agrarzahlungen konsequent an die gewünschten Umweltleistungen der Landwirtschaft zu binden“, so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. Der BÖLW hat die aktuelle Debatte um die Agrarpolitik zum Anlass genommen, die Politik der Bundesländer für den Ökologischen Landbau unter die Lupe zu nehmen.

Spitzenreiter des Rankings ist Bayern gefolgt von Baden-Württemberg und Sachsen. Die Schlusslichter Brandenburg und Schleswig-Holstein fallen mit dem Aussetzen der Umstellungs- (Brandenburg) bzw. Umstellungs- und Beibehaltungsförderung (Schleswig-Holstein) in der Punktewertung weit zurück. Der Eigenanteil der Bundesländer an den Flächenprämien für die Umstellung oder Fortführung des Ökologischen Landbaus beträgt in den alten Bundesländern 18 und in den neuen Bundesländern 8 %. Den Rest übernehmen Bund und EU. In nahezu allen Bundesländern sind die Ausgaben je Hektar Öko-Landbau-Fläche seit 2003 gesunken, nur in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind sie gestiegen.

19.01.2012

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