Die
Sara Lee Corporation hat mit großem Aufwand eine Marketingkampagne für ihr „EarthGrains“ Brot gestartet, welche die Umweltfreundlichkeit des Produktes bewirbt. Die Firma behauptet „
Eco-Grain“, ein Bestandteil des Brotes, sei umweltfreundlicher als Bio-Getreide. Die Bio-Branche zeigt sich über diesen Schachzug äußerst verärgert. „Im Gegensatz zu Bio-Firmen unternimmt Sara Lee so gut wie gar nichts um sicherzustellen, dass die Produktbestandteile ökologisch hergestellt werden“, sagte Charlotte Vallaeys, Analystin des
Cornucopia Instituts in Wisconsin. „Ein krasses Beispiel einer Firma die versucht sich mithilfe des guten Rufes der Bio-Branche zu bereichern und dabei
bewusst Konsumenten in die Irre führt.“
Laut dem Cornucopia Institut unterscheiden sich die Landwirte, die das sogenannte Eco-Grain herstellen, kaum von konventionellen Getreideproduzenten. Selbst wenn das neue Getreide tatsächlich hochwertiger wäre als Bio-Getreide wäre dies irrelevant, da lediglich 20 % des Brotlaibes aus Eco-Grain beständen. Das restliche verwendete Mehl stamme aus konventioneller Landwirtschaft. Zusätzlich werden weitere Bestandteile des Brotes ebenfalls aus konventioneller Landwirtschaft bezogen, so dass beispielsweise Sojaöl und Sojalecithin
mit Hilfe von gentechnischem Material angebaut und verarbeitet werden. Zudem kommen
chemische Extrakte zum Einsatz. Das Cornucopia Institute hat Sara Lee schriftlich aufgefordert, sämtliche irreführenden Vermarktungsmaßnahmen sofort einzustellen. Das Cornucopia Institute stellt zusätzlich im
Internet Informationsmaterial zur Verfügung, das die Unterschiede zwischen dem EarthGrains Brot und Bio-Brot hervorhebt.