Ökoland Würstchen in Stiftung Warentest

Quelle: Ökoland

 

Von Stiftung Warentest (8/2009) erhielten die frischen „Ökoland Wiener Würstchen“ beste Noten bei „Ernährungsphysiologischer Qualität“, „Chemischer Qualität“ und „Mikrobiologischer Qualität“. Trotzdem wurden sie insgesamt nur mit „befriedigend (3,5)“ beurteilt und als die „untypisch Grauen“ abgewertet.

Bei den objektiven Qualitäts-Tests der Inhaltsstoffe haben die „Ökoland Wiener Würstchen“ hervorragend und ohne Mängel gepunktet. Von 15 getesteten Wiener Würstchen aus dem Kühlregal erhielt das „Ökoland Wiener
Würstchen“ bei den objektiven Kriterien folgende Bewertung:
• „Ernährungsphysiologische Qualität“ die deutlich beste Note im Test: „gut (2,2)“
• „Mikrobiologische Qualität“ die Bestnote im Test: „sehr gut (0,5)“
• „Chemische Qualität“ die zweitbeste Note im Test: „gut (1,8)“

Die „Ökoland Wiener Würstchen“ haben den höchsten Muskelfleischanteil, den niedrigsten Salzgehalt und, gemeinsam mit einem weiteren Test-Produkt, den mit deutlichem Abstand niedrigsten Fettgehalt aller getesteten Würstchen. Die „Ökoland Wiener Würstchen“ waren die einzigen Würstchen im Test, die nach den strengen Bioland-Richtlinien ohne jegliche Lebensmittel-Zusatzstoffe hergestellt sind. Die anderen Würstchen enthielten zwischen drei und fünf Zusatzstoffe. Dieses für uns besonders wichtige Qualitätskriterium war allerdings für die Tester nicht von Interesse. Ökologische Kriterien bei der Tierhaltung und Fütterung wurden beim Test ebenfalls nicht berücksichtigt.

Wie kommt es zu der kaum nachvollziehbaren Abwertung? "Entsprechend der prozentualen Gewichtung der Einzelkriterien hätte Ökoland ein Gesamturteil von 2,6 erhalten. Durch willkürliche Sonderspielregeln von Stiftung Warentest wurde die Gesamtnote aber auf 3,5 festgelegt", heißt es in der Pressemeldung von Ökoland.
Die Abwertung der „Ökoland Wiener Würstchen“ resultierten aus den vermeintlichen Mängeln bei der Deklaration („Nährwertangaben fehlen“), der Verpackung („man braucht eine Schere zum öffnen“) und dem Ergebnis des Sensorik-Tests. Die Kriterien des Sensorik-Tests sind nicht öffentlich bekannt, sie orientieren sich explizit nicht an dem standardisierten und einigermaßen objektiven DLG1-Schema.

Auf Anfrage von Ökoland, inwieweit die Bio-Richtlinien und der Verzicht auf Lebensmittel-Zusatzstoffe beim Sensorik-Test berücksichtigt werden, teilte die Stiftung Warentest schriftlich mit, dass „eine spezifische sensorische Schulung unserer Prüfpersonen auf Bioprodukte nicht für notwendig„ gehalten wird. 
Ökoland sieht dies anders: Ein direkter Vergleich von Brühwurst-Produkten mit und ohne Nitritpökelsalz
(Natriumnitrit, NPS oder E250) ähnelt in etwa dem Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

Laut einem langjährigen DLG-Prüfer werden NPS-freie Produkte wegen des fehlenden Pökelaromas und der fehlenden roten Farbe bei Tests häufig abgewertet. Die Stiftung Warentest behauptet pauschal:„Verbraucher erwarten aber, dass Wiener mit Nitritpökelsalz  hergestellt werden.“ (Test 8/2009 S. 29). Zunehmend mehr kritische, sensible und gut aufgeklärte Verbraucherinnen und Verbraucher greifen gezielt nach Produkten, die möglichst wenig Zusatz- und Hilfsstoffe enthalten. Ökoland vermarktet ausschließlich Wurstwaren ohne Nitritpökelsalz. Gerade die getesteten Wiener sind eines der erfolgreichsten Ökoland-Produkte überhaupt und treffen demnach den Geschmack unserer Kundinnen und Kunden.

Zum Thema Nitritpökelsalz (Natriumnitrit) kann der Stiftung Warentest der ÖKOTEST-Ratgeber Essen, Trinken, Genießen 2007, in dem es auf Seite 111 heißt: „Ein besonders heikles Thema ist die Verwendung von Natriumnitrit (E250) für die Herstellung von Fleischwaren. … „Akut giftig sind Nitrite für Kleinkinder. Sie blockieren deren Sauerstofftransport im Blut, so dass Blausucht entstehen kann. Aus Nitrit werden in Verbindung mit Eiweißstoffen auch Nitrosamine gebildet, die als krebserregend gelten“.

www.oekoland.de

06.08.2009

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