
Zum ersten Mal verleiht
Demeter einen „
Land Wirtschaft Kulturpreis“. Demeter-Vorstand Stephan Illi konnte jetzt auf dem
Obergrashof die Auszeichnung übergeben. Er charakterisierte den Preisträger: „Der Obergrashof zeichnet sich durch seine ausgeprägte Nachhaltigkeit und Entwicklungsqualität aus.“
Auf 110 Hektar entfaltet die biodynamische Gärtnerei die
Arbeitsfelder Saatgutzüchtung und Samenbau, Anzucht und 55 Hektar Feingemüseanbau. Hinzu kommen Wiesen und Weiden für die Herde der vom Aussterben bedrohten Murnau-Werdenfelser Rinder. Hofladen und Seminarhaus mit umweltpädagogischen Angeboten locken Kunden und Interessierte aus der Gegend – sogar bis München reicht das Einzugsgebiet. In der Vermarktung setzt der Obergrashof hauptsächlich auf den regionalen Naturkosthandel, den eigenen Hofladen und 15 % alles Geerntetem geht in die Ökokisten. Partner
tegut aus Fulda verkauft nicht nur die grüne Frische vom Obergrashof, sondern

unterstützt auch die Kohlrabizüchtung. Der regionale Naturkost-Großhändler
Ökoring hat die Demeter-Gärtnerei Obergrashof bereits mehrfach als einen ihrer fünf besten Erzeuger ausgezeichnet.
Julian Jacob ist seit Beginn in den 80-ger Jahren aktives Mitglied im Initiativkreis für biologisch-dynamisches Gemüsesaatgut und
engagierter Kultursaat-Züchter. Dass es möglich ist, bei einer Neugründung von Beginn an Ideale umzusetzen und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu sein, beweist der Obergrashof seit 1991. Dem vorherrschenden Prinzip einer Spezialisierung wird hier die Entwicklung des Gesamtbetriebs in seiner größtmöglichen Vielfalt entgegengesetzt.