Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (Bild) hat am 27.01.2012 auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin den "Förderpreis Ökologischer Landbau 2012" an drei besonders innovative, biologisch wirtschaftende Betriebe verliehen. "Mit dieser Auszeichnung möchten wir den Ideenreichtum honorieren, mit dem die Betriebe im Einklang mit den natürlichen Ressourcen tragfähige unternehmerische Konzepte entwickelt und umgesetzt haben", erklärte die Ministerin bei der Preisverleihung. 
Kompostierung des anfallenden Mistes konnte der Zukauf von Stickstoff auf zehn Kilogramm pro Hektar begrenzt werden. Um das gesammelte Wissen weiterzugeben, bildet der Betrieb jedes Jahr fünf bis sechs Lehrlinge aus. Außerdem bietet er regelmäßig Hofführungen und Seminare an. (Bild oben: Aigner zwischen Felix zu Löwenstein/BÖLW und Jan Plagge/Bioland)
im Hofladen des Guts oder
Geschäften in der Umgebung einlösen. Der Betrieb finanzierte so in kürzester Zeit den Aufbau seines nachhaltig tierfreundlichen Haltungssystems unter finanzieller Beteiligung und Integration eines festen Kundenstammes. Auf der Internetseite des Betriebs können sich die Darlehensgeber regelmäßig über Entwicklungen rund um die neue Hühnerhaltung informieren und sich in einem Blog mit Fragen und Meinungen einbringen.
Der Bioland-Betrieb "De Fischer ut Grambek" (Video vom Preisträger) in Schleswig Holstein erhält die Auszeichnung für seine besonders artgerechte Haltung, Zucht und Fütterung von Fischen. In 44 naturnah gestalteten Teichen wachsen vorwiegend Karpfen, aber auch Schleien, Hechte und Welse heran. Dabei werden nur so viele Tiere in den Teichen gehalten, dass rund 80 Prozent des Nahrungsbedarfs aus dem natürlichen Angebot der Teiche gedeckt werden kann. In den Teichen leben auch Enten wie die bedrohte Rasse der Orpingtonente, die zu einem möglichst hohen Anteil an Fischnährtieren beitragen. Als Ergänzung zum natürlichen Nahrungsangebot verfüttert der Betrieb im Rahmen einer wissenschaftlichen Versuchsreihe mit Erfolg Reinigungsreste von Getreide eines benachbarten Bio-Hofes. Diese Reste enthalten neben Bruch und Schmachtkörnern auch wertvolle Wildkräuterbestandteile und Insekten. Als Demonstrationsbetrieb im "Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft" (BÖLN) vermittelt "De Fischer ut Grambek" seine Erfahrungen im Bereich der ökologischen Teichwirtschaft und nachhaltiger Fütterungsmethoden über Vorträge, Teichführungen und eine rege Mitarbeit in Verbänden.


30.01.2012